Vorbereitung und unser Törn Rund Rügen 2020, 2021

Ihr wart auf großer Fahrt? Ein guter Bericht wird gerne gelesen.
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Vorbereitung und unser Törn Rund Rügen 2020, 2021

Beitrag von landi » Fr 18. Dez 2020, 20:52

Hallo zusammen,

es gibt schon mehrere Törn-Berichte Ostsee und Rügen. Hier folgt nun wie vor längerer Zeit angekündigt unser Törnbericht in mindestens 3 Teilen. Teil 1 beschäftigt sich mit der Vorgeschichte, Teil 2 ergänzt sozusagen den Törnbericht 2020 von Thomas (THM) in dessen Blog, Teil 3 (bis 4?) wird sich mit der Zeit danach bis heute und mit dem Outlook für 2021 beschäftigen.

Vorgeschichte.

Beim Paddeln 2017 mit unserem Kajak und beim Segeln mit unserem kleinen Trimaran 2018 hatten wir in Kroatien immer neidisch auf die Charterboote geschaut, welche Ihre Urlaube auf Wasser verbrachten. Kurze Zeit später erklärte mir meine Frau, daß sie sich das auch vorstellen könnte aber, es müßte dann schon ein eigenes Boot sein. Das sagte sie genau 1 Jahr nachdem wir uns einen kleinen Trimaran angeschafft hatten, weil ein eigenes Boot und darauf Urlaub zu machen für sie damals (noch) nicht in Frage kam. Die neue Sichtweise und Situation bedeutete also, sich erst mal Klarheit zu verschaffen, welche trailerbare und einigermaßen erschwingliche Boote für uns und für solche Urlaube in Frage kommen. Dann wurde das inet nach 3 verschiedenen Herstellern von Kleinkreuzer durchsucht und bald darauf Boote vom Bodensee bis nach Flensburg angeschaut. Letztendlich haben wir uns 2018 für eine Neptun 22 (BD, Hubdach) entschieden, gut erhalten und super restauriert mit einem eingebauten Diesel und einer vollen und gut erhaltenen Besegelung. Anschließend wurde ein Liegeplatz gesucht und gefunden. Die erste Saison 2019 brachte dann erste Erkenntnisse, Pläne wurden geschmiedet für 2020. Ostsee oder kroatische Adria sollte es sein, vorher aber sollten diverse Umbaute erfolgen und wir wollen an unserem See das Boot kennen lernen. Aber, die Erkrankung meiner Frau führte 2019 zu einem schnellen Ende der Saison. Das Boot wurde bereits Ende Juli ausgekrant und in einer Scheune im Nachbarort eingelagert.

Nach einer Zwischenlagerung konnten wir im Februar 2020 eine Halle finden in der wir die geplanten Umbauten durchführen konnten.

Liste der Arbeiten:
1. Konsole unter die Bugkoje eingebaut
2. 2x180Ah Batterie unter die Bugkoje eingebaut
3. 100L Wassersack unter die Bugkoje eingebaut wahlweise für eine der beiden 180Ah Batterie
4. Wasserpumpe für Wassersack (Brauchwasser für Spüle) eingebaut
5. Behälter mit Sumpfpumpe für Spüle (Abwasser über einen vorhandenen Borddurchlass im Heck) eingebaut
6. Logge vom Bug zum Niedergang versetzt
7. Verbindung Innenschale zum Rumpf in der Bugkoje sowie am Niedergang laminiert
8. Rahmen (Wanne) aus GFK mit Epoxy geklebt für Bodenausschnitt (Einbaudiesel) zur Cockpitentwässerung und mit Epoxy mit dem Boden verklebt
9. Einlegerahmen aus WPC, verstärkt mit GFK Profil. Dieser Rahmen liegt innerhalb der Wanne und trägt die Motorabdeckung (Cockpitboden) des Einbaudiesel
10. Die Borddurchlässe welche im stillgelegten, verschlossenen Motorschacht eingebaut waren wurden ausgebaut, die Löcher zulaminiert. Der Rumpf des alten Motorschachtes ist nun komplett verschlossen
11. Der Cockpitboden wurde durchgehend bis zum Heck verlängert, d.h. der alte Motorschacht wurde oben verschlossen und eine Inspektionsluke eingebaut
12. Die neue Cockpitentwässerung erfolgt nun seitlich über die Stb und Bb Backskisten und über 2 zusätzlich im Heck eingebaute Borddurchlässe
13. Motoröl- und Filterwechsel
14. Dieselfilterwechsel
15. Wasserpumpe abdichten, Simmerringe
16. Impeller tauschen
17. Saugschlauch für See-Kühlwasser tauschen
18. Neue Reelingseile und zusätzliche Reelingnetze
19. Deckspumpe und Wasseranschluss für Decksreinigung/Dusche

Die Umbauten nahmen deutlich mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich geplant oder geschätzt. Das war dem Umstand geschuldet, daß in der Verarbeitung von Harzen etc. weder die Vorrausetzungen noch die Kenntnisse vorhanden waren. Außerdem fehlten hierfür Maschinen, Werkzeuge etc.

Dann kam Corona

Aus diesen Gründen wurde der für Ostern 2020 geplante Saisonbeginn auf Pfingsten verschoben, später dann endgültig abgesagt.
Stattdessen wurde im Mai ein Plan für den Sommer geschmiedet. Rügen im Juli sollte es dann sein. Im Juli wurde dies dann auch verschoben, letzte Möglichkeit: September.

Am Wochenende des ursprünglich für die Abreise geplanten Termins wurde Barth als Starthafen festgelegt und Thomas (THM) angeschrieben denn, Ich habe ja noch ein völlig offenes Thema, aber dazu später mehr.

Nach einigen Nachtschichten und Verschiebung des Abreisetermins dann um weitere 4 Tage war es endlich soweit. Die wichtigsten Punkte wie Cockpitentwässerung, Wassersack mit Pumpe, Abfluß für die Spüle mit Sumpfpumpe und der Diesel wurden getestet.

Die Wasserpumpe was danach feucht. Die Schlauchschellle wurde nochmal nachgezogen, dann war die Wasserpumpe trocken.

Der Deckel des Behälters der Sumpfpumpe war undicht und flutete das Boot. :Nein: Also Boot trockengelegt und die Entwässerung der Spüle stillgelegt. Die Sumpfpumpe haben wir später reklamiert und uns für ein anderes Fabrikat entschieden welches aber noch ungetestet und noch nicht eingebaut ist.

Kurzfristig wurde ne neue Starterbatterie spendiert. Vermutlich hatte ich vergessen, beim Starten den Schlüssel hinein zu drücken! :hmm:

Die Arbeiten waren weitestgehend fertiggestellt, die wichtigsten Funktionen waren getestet. Unfertige Arbeiten wie z.B. die Decksreinigung wurden zurückgestellt. Die Anschlußdose für die Decksreinigung war bereits eingebaut, :hmm: vielleicht habe ich ja Vorort noch ein bisschen Zeit?! Dann wurden das Boot und Auto gepackt sowie noch kurzerhand Werkzeug, Akkuschrauber und Material zusammen gerichtet.

Spät nachmittags ging es dann endlich und endgültig los.

Fortsetzung folgt bei nächster Gelegenheit
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Re: Vorbereitung und unser Törn Rund Rügen 2020, 2021

Beitrag von landi » So 20. Dez 2020, 13:49

Tag 0. Di
Kaum auf der Autobahn, da wäre der Trip fast zu Ende gewesen. Das Ende eines Spanngurtes war zwar gesichert aber offensichtlich nicht sicher genug und löste sich direkt nach der Auffahrt auf die Autobahn. 5km nach der Auffahrt wäre eine Raststätte gewesen. Es reichte aber nicht die Raststätte anzufahren da kam der Spanngurt Oo bereits unter die Räder und war anschließend 4m kürzer

Tag 1. Mi
Nachdem wir angekommen waren und ich dem Werft Mitarbeiter sagte, daß wir wenig bis keinerlei Erfahrungen haben nahm dieser das gelassen zur Kenntnis, er merkte wie aufgeregt ich war. Zu viel ging mir durch den Kopf. Was muß ich alles machen und welche Probleme werden sich heute und die nächsten Tage einstellen? Es war ja nicht alles wirklich fertig oder fertig ausgetestet. Er sagte mir seine Hilfe zu und so beruhigte ich mich zunächst mal.

Aber schnell war ich wieder auf dem alten Level. Wo waren meine Festmacher abgeblieben? :god: Ich habe sie bis heute nicht mehr gefunden. Am Tag vor der Abreise waren sie jedenfalls noch da gewesen. Zum Glück hatte ich ein 90m 12er Seil dabei welches ich später zusammen schnitt für neue Festmacher.

Das Boot wurde dann ins Wasser gekrant und ich prüfte sogleich ob die kritischen Reparaturstellen dicht sind. :Daumen: Anschließend half mir der Werft Mitarbeiter den Mast zu stellen. Er zog den Mast mit dem Vorstag der Rollreffanlage und ich drückte den Mast hoch und balancierte damit vor bis zur Mastaufnahme.

Dann stellte ich fest, daß das Schwert festsitzt und sich nicht senken läßt. Dem Schwert konnte mit 4 satten Schlägen und einem Gummihammer auf den Schwertkasten nachgeholfen werden.

Nach dem Start des Motors stellte ich fest, daß die Kühlung nicht funktionierte. Es dauerte ne Weile, :hmm: dann kam für mich nur noch der Deckel des Seewasserfilters als Fehlerquelle in Frage. Es war die innen eingelegte Dichtung über dem Gewindebolzen welche wohl schrumpfte und mittlerweile zu dünn war. So zog der Impeller Luft über den Deckel. Abhilfe schafften neue Dichtungen eines neu gekauften Seewasserfilter der jetzt hier ohne Dichtungen vor sich hinschlummert.

Beim Umsetzen vom Kran zum Liegeplatz wurde mir freundlicherweise geholfen. So bekamen wir unsere erste Einweisung im Anlegen zwischen den Dalben. Später konnten wir den Ablauf mit Thomas Hilfe weiter verbessern.

Leider haben wir erst spät unseren Elektroanschluss am Steg hergestellt und mußten dann feststellen, daß wir der Verursacher für die Auslösung des FI Schalters am Steg sind. :Cry: Ursache war das durch den Ankerkastendeckel gequetschten und defekten Kabels, was optisch an dem Kabel aber nicht zu erkennen war.

Tag 2. Do
Im Baumarkt wurde neues Kabel beschafft und der Elektroanschluss erfolgreich hergestellt.
Nun mußten wir feststellen, daß der 12V Kreis nicht funktioniert. Der Fehler lag in einer gelösten Minus Klemme. Diese war wohl nach den Umbauarbeiten nicht richtig angezogen gewesen und löste sich während der Fahrt.

Tag 3. Fr
Nicht zur Strafe könnte man sagen, aber ich finde den Gedanken sympathischer zu sagen es diente der Übung, haben wir heute den Mast abgelassen und das Fall für die Genuapersenning sowie die Dirk eingezogen. Die Persenning war/wäre tatsächlich nicht notwendig gewesen. Alleine für die Dirk hatte es sich aber gelohnt den Mast abzulassen und wieder zu stellen, nun aber mit Hilfe der dafür vorgesehenen Taille und dem Genackerfall.

Tag 4. Sa
Ich hatte mich gerade mit der Genua, dem Vorstag und der Rollreffanlage beschäftigt, steht Thomas am Steg vor mir. „Du bist Jürgen“.
Wir hatten uns zwischenzeitlich nämlich für Sa verabredet, denn ich brauchte ja noch meinen Plotter. Einen recht aktuellen Satz Karten hatte ich mir geliehen. Dazu hatte ich mir schon im Frühjahr einen Plotter von Christophs Plotterprojekt gesichert der aber noch in Betrieb gesetzt werden mußte. Ich habe bereits 2019 bei meinem SKS Törn meinen Pi3 testweise im Einsatz und hätte den neuen Plotter mit viel Zeit und Mühe und mit dem image von Thomas sicherlich zum Laufen gebracht. Das Angebot von Thomas, den Plotter in Betrieb zu nehmen nahm ich sehr gerne an.

Tag 5. So
Ich quäle ich mich immer noch mit der Trommel der Rollreffanlage. Die Reffleine hat Überschläge in der Leinentrommel welche dann zum Klemmen der Trommel führen. Gefühlt tausendmal haben wir heute die Genua ein- und wieder ausgefahren und das internet nach einer passenden Beschreibung durchsucht, aber keine gefunden. Beim Studieren der Beschreibung einer ähnlich aufgebauten Anlage von Harken war immer von einem „Window“ die Rede und ich kam nicht drauf was die wohl meinen. :hmm: Ich baute kurzerhand die Trommel am Wasser und am aufgebauten Mast auseinander wohl wissend, daß wenn mir jetzt eine Schraube ausgeht, daß ich dann das nächste Problem habe. Als ich die Einzelteile der Trommel dann vor mir liegen hatte war klar was die mit Fenster meinen. Die Trommel habe ich um 90° gedreht wieder eingebaut und die Leine durch das andere Loch durch und unter der Trommel sauber eingefädelt und fixiert. Und was soll ich sagen, es gab keinen Überschlag der Leine mehr. Wenn die Genua aber ganz draußen war laufen die ersten 3 Wicklungen der Genua beim Einholen immer noch hakelig.

Heute hat Thomas den Plotter in Betrieb genommen. Jetzt könnte es also fast losgehen. Während wir anschließend bei ihm im Boot sitzen und miteinander reden frägt er mich, was wir denn so vorhaben wenn das Boot nun startklar ist. So erzähle ich von unserem ambitionierten Ziel Rund Rügen, aber wenn es nicht klappt ist es auch nicht schlimm. In erster Linie sind wir hier auf Urlaub und haben kein Problem die ersten Tage hier am Steg zu liegen. Genauso gut können wir auch, da alle Arbeiten jetzt auch erledigt sind, verschiedene und auch ausgedehnte Ausflüge :Sail: machen. Wir sind was dieses Thema angeht maximal flexibel und entspannt.

Thomas geht dann verschiedene Apps auf seinem smartphone durch und meint, Rund Hiddensee könnten wir schaffen, vielleicht auch mehr. Mal sehen wie sich das Wetter entwickelt. Und dann wieder, das könnten wir schaffen. Irgendwann, ich glaube nach dem 4.ten x „wir“ traute ich mich zu fragen, ob er mitfahren will, also mit uns zusammenfahren will, also wir mit ihm oder so … Ja meint er, er hat die nächsten Tage nichts weiter vor. :Cool: Er meint dann, ab Montag wird das Wetter besser, wir könnten also Montag starten und vielleicht kommt noch ein 3.tes Boot mit. Wenn wir sehen, daß das Wetterfenster nicht reicht, dann müßen wir eben neue Entscheidungen treffen oder revidieren, notfalls umkehren oder den Törn einkürzen. Wir waren uns einig, der Rahmen für den Törn war grundsätzlich abgestimmt.

Später haben wir uns nochmal mit meiner Frau besprochen und den Start für den nächsten Tag 10:00 Uhr festgelegt.

Mit dem Kanister aus dem Auto hab ich noch den Tank mit Diesel aufgefüllt. Unglücklicherweise liegt aber die Entlüftung tiefer als der Einfüllstutzen. Ich muss hier zukünftig mit Sichtkontrolle über die Backskiste tanken und den Füllstand während der Betankung über den Klarsichtschlauch der Entlüftung kontrollieren.

Tag 6. Mo
Bevor wir starten habe ich nochmal nach der Rollreffanlage geschaut, die Genua läuft zwar besser aber noch nicht perfekt. Da kommt das hilfsbereite Personal der Werft vorbei: „hol doch noch mal das Achterstag dicht“ sagt er. Und was soll ich sagen, es funktioniert. Die Genua läuft jetzt rein und raus ohne Überschläge der Leine in der Trommel und ohne Überschläge der Genua auf dem Aluprofil.

Nun noch kurz um den Wasserabscheider kümmern. Aber warum läuft das Zeug so langsam aus dem Wasserabscheider? Ich lass es einfach laufen und kümmere mich um mein Auto, das kann ich nämlich während unserer Abwesenheit innerhalb der Werft parken. Heute weiß ich warum der Wasserabscheider so langsam leer lief, aber dazu später mehr.

Endlich war es dann soweit, alles war gerichtet und versorgt. Das Boot und die Ausrüstung waren fit für den Törn oder fehlt noch irgendwas? :hmm: Also nochmal alles durchgegangen. Dann den Motor starten und mal warmlaufen lassen bevor es losgeht. Aber, Oo der Motor springt nicht an. Klar Luft ist im System über den abgelassenen Wasserabscheider. Also System entlüftet und nach einer gefühlten Ewigkeit springt er dann endlich an. :Daumen: Nun kann es endlich losgehen. :Sail:

Die 3 Boote treffen sich vor der Hafeneinfahrt. Aber nach einer halben Stunde verläßt uns das 3.te Boot wegen Motorproblemen.

Wer hätte das noch vor 2 Tagen gedacht, nun wird es vielleicht wahr und wir fahren mit unserer Neptun 22 hinter unserem guide durch die Fahrrinne des Barther Bodden in Richtung Barhöft. Die Fahrt war aus jeder Perspektive für uns eine echte Premiere und ein echtes Erlebnis. :Sail:
Egal wie weit wir kommen, wir haben 9 Tage Zeit, spätestens dann müssen wir zum Auskranen zurück in Barth sein.

In Barhöft angekommen ist das Anlegen am Fingersteg kein Problem für uns. Das haben wir im Vorjahr(!) immerhin 3x (!) probiert.

Nach dem Essen habe ich mich noch mit dem Plotter beschäftigt und mich währenddessen derart über die Stechmücken aufgeregt, so daß nach einer hektischen Abwehrbewegung mit meiner Hand, meine Brille dran glauben mußte. :Cry:

Tag 7. Di
Abfahrt nach Langeort auf Hiddensee. Das Anlegemanöver dort an den Dalben war suboptimal oder anders gesagt, sehr verbesserungswürdig. Thomas zeigte uns später, wie wir das Manöver verbessern und sicherer gestalten können. Beim nächsten Stop wollten wir dann seinen Tipp umsetzen. Aber, es kam anders.

Strom gibt es hier aus Verteilern mit keycard aber auch aus kostenlosen Stromverteilern die aber in der max. Stromabnahme sehr begrenzt sind. Wenn hier die Sicherung wegen Überlast auslöst, dann macht man sich einige Freunde am Steg. Sollte man relativ spät ankommen und keine keycard haben oder bekommen, dann sollte man ausreichend Verlängerungskabel mit dabei haben oder sich gleich in die Nähe eines solchen Verteilers legen.

Tag 8. Mi
Abfahrt nach Lohme. Wir wollen rechtzeitig da sein, denn gegen Abend soll sich die Wetterlage verschlechtern. Unterwegs verliert der Motor ähnlich wie am Vortag an Leistung. Gestern war dafür das Seegras verantwortlich hier ist aber weit und breit kein Seegras zu sehen. Ich habe dann wie auch gestern kurz auf Neutral geschaltet und dann beherzt und kurz Rückwärts wie beim aufstoppen. Der Motor reagiert aber ganz anders als am Vortag, er stottert vor sich hin und stirbt dann komplett. Oo Was kann es sein? Wieder Luft im System, Diesel alle oder worst case Motorschaden, Einspritzpumpe? Also habe ich angefangen im Ausschlussverfahren die mögliche Ursache zu finden. Zwischenzeitlich war Thomas längsseits und wir diskutierten über mögliche Fehlerquellen. Ist der Tank leer? Naja Anzeige steht bei über 50%, aber stimmt die Anzeige? Ich habe keine Erfahrung mit der Anzeige und will mit dem Meterstab den Füllstand messen. Einfüllstutzen auf und Meterstab rein, der Schlauch aber macht zum Tank hin einen Bogen. Den Schlauch also abgeklemmt und mit Meterstab gemessen. Tank ist halb voll.

Wie schauts mit der Saugleitung aus? Geht die nicht tief genug? Ich kann die Saugleitung im Tank nicht sehen. Thomas reicht uns seinen Reservekanister rüber und ich lasse etwas Diesel rein. Der Motor springt an. Aber, zu früh gefreut. Nach wenigen Augenblicken stottert der Motor wieder und geht wieder aus.

Nun entlüfte ich und ich wundere mich, :hmm: so ein komisches Gefühl beim Drücken der Pumpe das ich so nicht kenne. Dann die Vorlauf- und Rücklaufleitungen abgeklemmt an die ich rankommen kann. Es ist kein Diesel zu sehen auch beim Pumpen nicht. Dann wieder entlüftet und ne Leitung abgeklemmt, da pfeift es, aber rückwärst was heißt, es ist Vakuum drauf. Das Ganze mehrmals durchgespielt und jedesmal hatte ich das gleiche Ergebnis. Damit ist klar, irgendwo ist etwas zu aber wo und was? Aber ich weiß, der Fehler ist reproduzierbar und damit besteht wenigstens die Aussicht den Fehler ohne langes Suchen zu finden. Auf dem Wasser und mit meinen bescheiden vorhandenen Kenntnissen sehe ich keine Möglichkeit den Motor hier auf dem Wasser wieder zum Leben zu erwecken. Ich nehme also das Angebot von Thomas an, uns nach Lohme zu schleppen denn langsam drängt die Zeit.

Später haben wir mit einem Service in Sassniz telefoniert der nach meiner Schilderung meint, daß das sicherlich nur ne Kleinigkeit sei. Wir waren froh daß wir einen Termin gleich für den nächsten Tag in der Frühe in Lohme vereinbaren konnten.

An der Hafeneinfahrt von Lohme angekommen hatte die See bereits schon merklich zugenommen. Aus dem Hafen kam uns ein mit Holländern besetztes Fischerboot entgegen das der Hafenmeister uns schickte nachdem wir ihn erreicht und informiert hatten, daß wir Hilfe brauchen. Nachdem die Holländer mich endlich verstanden hatten was ich von ihnen will, nämlich im Päckchen rein in den Hafen bugsiert und auch unsere beiden Boote miteinander vertaut waren, da gab der Bootsführer mal nur leicht Gas und beide Boote machten einen riesen Satz nach vorne Oo so daß ich dachte, es ist jetzt nun alles an unserer Neptun hinüber. Nach dem 3.ten Versuch und einigen Kampfspuren an der Neptun später waren wir dann auch durch die enge Hafeneinfahrt und gleich dahinter an der Kopfseite des Stegs. Dort haben wir mit Hilfe des Hafenmeisters und einigen herbeigeeilten Helfern dann festgemacht. Nach kurzer Diskussion blieb das Boot dann auch dort was sich später leider als Fehlentscheidung herausstellen sollte.

Wir suchten uns eine Kneipe um uns zu stärken und uns vom Schock zu erholen. Als wir aber zurückkamen, da tanzte das Boot am Steg. Es blieb uns nach wie vor nichts anderes übrig als mit dem Boot dort zu bleiben und so suchte ich noch ein paar Fender zusammen und machte mich bereit. Es folgte eine lange Nacht in der ich jeden einzelnen Schwell der durch die Hafeneinfahrt hereinkam mit dem Boot austanzte. Ich habe die Nacht bis zum Morgen halb sitzend, halb liegend im Cockpit mit dem Festmacher in der Hand die ruckartigen Bewegungen des Bootes abgefedert. Es erfüllte sich leider nicht die Vorhersage und meine Hoffnung, daß der Wind gegen Mitternacht drehen wird. Ähnlich wie mir erging es noch 2 weiteren Booten welche bei uns längsseits am Steg lagen.

Das Archiv der Wetterdaten gibt für Kap Arkona in Böen 8Bft an.

Tag 9. Do
Heute kam der bestellte Service um nach unserem Motorproblem zu sehen :help: . Meinen Hinweis auf Vakuum sorgte gleich für zielgerichtetes Arbeiten der beiden Monteure. Saugleitung vom Wasserabscheider zum Tank und die Lanze waren frei. Verstopft war der Nippel direkt am Einlass des Wasserabscheiders – Dieselpest. Nach gründlicher Reinigung des Nippels und des Wasserabscheiders dann die Probe und auf Anhieb spielte der Motor Musik :Daumen: . Müde und um die Sorge und einige Euronen leichter haben wir mit Thomas im Boot dieses dann umgesetzt. Bei dieser Gelegenheit demonstrierte Thomas uns das Anlegemanöver.

Da der Schwell in der Hafeneinfahrt wie auch die Dünung draußen noch sehr heftig waren legten wir einen Ruhetag ein. Das Archiv der Wetterdaten gibt für Kap Arkona in Böen 7Bft (vermutlich ist Höchstwert der vergangenen Nacht) an.

Tag 10. Fr
Heute wurden wir mit einem echten highlight für unsere Strapazen und Aufregungen entschädigt. Ausgehend von Lohme in Richtung Sassnitz blieben wir noch eine Zeit auf Halb Wind Kurs Richtung O :Sail: um dann nach einer Halse mit Raum Wind Richtung SW direkt auf die Kreidefelsen zuzusteuern während Thomas sich dort bereits gemütlich vor dem Wind dahintreiben ließ. Es war wie im Traum. Ein Bilderbuchwetter, die Kulisse es passte einfach alles. Für eine gefühlte Ewigkeit stand in der Bucht vor dem Königsstuhl für uns die Zeit still. Erst später machten wir uns auf den Weg nach Sassnitz. Wir hatten noch Wäsche zu waschen und wollten in einer Pizzeria :Bier: einkehren. In Sassnitz mußte ich dann auch erfahren, daß meine Brille nicht reparabel ist und so kaufte ich mir kurzerhand eine Lesebrille.

In Sassnitz haben wir dann auch den Kanister von Thomas befüllt. Ein Tip, ein kurzer Anfruf und Anmeldung erspart längere Wartezeiten, selbst mit Kanister.

Tag 11. – 15
Es folgten nun unbeschwerte Tage ohne besondere und nennenswerte Zwischenfälle. Als wir über Seedorf in Lauterbach ankamen konnten wir dort endlich den Inhalt unseres Portapotis am Wohnmobilstellplatz entsorgen. Bei unserem nächsten Törn brauchen wir hierfür eine andere Lösung.

In Lauterbach trafen wir uns mit Paul den ich in den letzten Wochen bereits mehrmals gesprochen hatte zu einem gemeinsamen und gemütlichen Essen. :Bier: Hier wurden dann gemeinsame Pläne fürs nächste Jahr geschmiedet. Dazu aber später mehr.

Herausragend für uns waren die Nebelfahrt ab Lauterbach nach Greifswald sowie die Querung der Ziegelgrabenbrücke. Alles was sich sonst so ereignete hat ja Thomas sehr schön in seinem blog beschrieben.

Wie geplant kamen wir pünktlich in Barhöft an. Da für den nächsten Tag Regen angekündigt war haben wir sofort nach unserer Ankunft das Segeltuch versorgt und sind erst danach nochmal lecker Essen gegangen. :Bier: Glücklich und zufrieden war der Törn heute nun zuende.

Tag 16. Do
Bevor meine Frau zum Friseur ging haben wir zusammen den Mast gelegt. Dann habe ich in Ruhe das Boot und die Ausrüstung versorgt. Natürlich blieb der angekündigte Regen aus.

Am Nachmittag waren wir dann bei Thomas eingeladen. Wir haben Erinnerungen und Bilder ausgetauscht und uns nochmals bei Thomas bedankt ohne dessen Hilfe das alles nicht möglich gewesen wäre. Seine Erfahrung und seine Revierkenntnisse waren extrem hilfreich, ich brauchte ihm tatsächlich nur hinterherfahren. Ich habe sehr viel von ihm lernen können und konnte sehr viele Erkenntnisse für mich gewinnen, wir bleiben in Kontakt und sehen uns auf jeden Fall wieder.

Tag 17. Fr
Noch vor dem Auskranen fing es an zu regnen und es war kalt was aber die vergangenen 2 Wochen nicht trüben konnte. Zu sehr klingen die Ereignisse und das Erlebte nach. Nachdem das Boot mit Hochdruckreiniger abgestrahlt und verzurrt auf dem Trailer stand, war eine warme und letzte Dusche fällig. Nach einem gemütlichen und abschließenden Mittagessen in Barth im Boddenkieker war es dann leider soweit, wir mußten den Heimweg antreten. :Bye:

Tag 18. Sa
Nach mehreren Ruhepausen kamen wir wohlbehalten Zuhause an und versorgten sofort Boot und Ausrüstung.

Tag 19. So
Der Sonntag gehörte alleine uns und der Erholung denn am nächsten Tag ging es wieder zur Arbeit.

Wie geht es weiter?
Fortsetzung folgt demnächst
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Re: Vorbereitung und unser Törn Rund Rügen 2020, 2021

Beitrag von landi » So 20. Dez 2020, 18:10

Fazit
Oft liest man in verschiedenen foren, ob man mit Küstenseglern wie der Neptun 22 Törns auf Ostsee wie z.B. Rund Rügen machen kann.

Nach unserem Törn 2020 kann ich nur sagen, alles was an Antworten hierzu nachzulesen ist, stimmt. Die Neptun 22verträgt definitiv mehr als ich ihr mancher zutraut und mehr, als mancher Skipper erträgt. Letzteres trifft auf jeden Fall auf mich zu.

Ein solcher Törn setzt aber zwingend eine entsprechende Vorbereitung und eine gewisse Erfahrung voraus. Vor allem aber Zeit. Man sollte nicht unter Zeitdruck sich unnötigen Risiken aussetzen. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, dann wird ein solcher Törn in jedem Fall zum Erlebnis.

Unser Glück war Thomas kennen zu lernen der uns unter seine Arme nahm. Wenn er nicht gewesen wäre, dann wären wir im Barther Bodden rumgeschippert und hätten vermutlich täglich den Radius größer gemacht und wären vielleicht am Ende auch bis nach Hiddensee gekommen, wer weiß das heute. Daß es am Ende eine komplette Runde um Rügen mit einem Abstecher nach Greifswald wurde, das wäre wohl für nächstes Jahr ein realistisches Ziel gewesen. Daß es dieses Jahr geklappt hat, das haben wir ihm zu verdanken. Dafür nochmal herzlichen Dank an Thomas.

Dies ist der Rat an andere, die ähnlichen Ambitionen haben wie wir. Wenn sich die Möglichkeit ergibt ist man in der Gruppe nicht nur sicherer, vor allem hat man die Möglichkeit an dem Wissen und an den Erfahrungen anderer teilzuhaben. Dies setzt natürlich voraus, daß man sich für die Zeit entsprechend arrangiert und sich gegenseitig versteht.

Wie geht es mit uns weiter?
Schon auf der Heimfahrt haben wir über die vergangenen 3 Wochen gesprochen. Wir wußten gleich als wir unsere Neptun 22 das erste Mal sahen, daß es genau unser Boot ist. Und das ist sie immer noch, obwohl der Urlaub anfangs aussah als ob uns das Pech verfolgen würde. Trotzdem, unsere Neptun 22 hat uns nie im Stich gelassen. Die technischen Probleme hätten durchaus auch mit einem anderen Boot auftreten können. Wir überlegten, ob das Boot für unsere Ziele und Vorstellungen nicht nur zu segeln sondern auch unsere Zeit darauf zu verbringen nicht doch eine Nummer zu klein ist.

Am 21.11. haben wir uns dann also 3 Neptun 27 angeschaut und sind dafür bis nach Bremerhaven gefahren und haben uns gleich für dieses Boot dort entschieden. Letzte Woche war dann auch der Kaufvertrag abgewickelt sodaß wir nächstes Jahr auf einer Neptun 27 unterwegs sein werden.

Outlook 2021
Es sind nun also noch einige Anschaffungen zu tätigen, vor allem muß ein Trailer angeschafft. An Ostern werden wir dann das Boot in Bremerhaven abholen. Alles weitere ist noch nicht festgelegt.

Rund Rügen 2021
Wie bereits erwähnt haben Paul, Thomas, Harald und wir uns bereits für 2021 für den Zeitraum 05.07. – 23.07. verabredet. Und soweit ich das mitbekommen habe, haben sich noch weitere Interessenten gemeldet. Wir freuen uns darauf, nun auch Harald zu treffen und persönlich kennen zu lernen.

Hiermit schließe ich mal meine Ausführungen. Sobald es etwas Neues gibt erfahrt ihr es hier, oder ihr fragt ganz einfach nach.

Schöne Feiertage, bleibt Gesund, Jürgen
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Re: Vorbereitung und unser Törn Rund Rügen 2020, 2021

Beitrag von THM » So 20. Dez 2020, 19:46

landi hat geschrieben:
So 20. Dez 2020, 18:10
Unser Glück war Thomas kennen zu lernen der uns unter seine Arme nahm. Wenn er nicht gewesen wäre, dann wären wir im Barther Bodden rumgeschippert und hätten vermutlich täglich den Radius größer gemacht und wären vielleicht am Ende auch bis nach Hiddensee gekommen, wer weiß das heute. Daß es am Ende eine komplette Runde um Rügen mit einem Abstecher nach Greifswald wurde, das wäre wohl für nächstes Jahr ein realistisches Ziel gewesen. Daß es dieses Jahr geklappt hat, das haben wir ihm zu verdanken. Dafür nochmal herzlichen Dank an Thomas.
Bei so viel Lob schwillt mir ja die Brust :) . Vielen Dank dafür und auch etwas Lob zurück. Schon bei unseren ersten Gesprächen beim Einrichten des Plotters wurde mir klar, dass mein Gegenüber technisch geschickt, verantwortungsbewusst und mit realistischer Selbsteinschätzung ausgestattet ist. Die Entscheidung, gemeinsam in einer Flottille zu segeln fiel mir daher nicht schwer und war auch rückwirkend absolut richtig. Wen meine Törnnotizen interessieren, der kann hier nachlesen:
  1. Kleine Flottille mit 3 Yachten
  2. Hiddensee außen herum
  3. Motorprobleme vor Kap Arkona
  4. Ruhetag in Lohme
  5. Kreidefelsen in slow motion
  6. Direkt zum Schickeria-Treff
  7. Kurzer Schlag nach Lauterbach
  8. Nebelfahrt nach Süden
  9. Rückweg via Gustow
  10. Endspurt nach Barth
Ich freue mich schon auf 2021 und die Neptun 27. Falls das mit dem Trailer (und einem passenden Zugfahrzeug) so schnell nichts wird, helfe ich auch gern bei der Überführung von Bremerhaven in die Ostsee auf dem Seeweg :Sail: .

Gruß
Thomas
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Re: Vorbereitung und unser Törn Rund Rügen 2020, 2021

Beitrag von landi » Mo 21. Dez 2020, 07:07

Hallo Thomas,

sagen wir es mal so, es hat einfach gepasst. Ich denke sehr gerne an die Zeit mit Dir zurück.
THM hat geschrieben:
So 20. Dez 2020, 19:46
... helfe ich auch gern bei der Überführung von Bremerhaven in die Ostsee auf dem Seeweg :Sail: .
:Daumen: der Gedanke reizt mich. Mal sehen sehen was bis dahin ist/wird.

Gruss, Jürgen
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Re: Vorbereitung und unser Törn Rund Rügen 2020, 2021

Beitrag von landi » Mo 21. Dez 2020, 07:21

Noch zur Ergänzung weil die Frage wegen der Größe der Neptun 22 aufkam. Sie ist was die Parameter Gewicht, Trailerbarkeit und Größe angeht in allem was uns wichtig ist tatsächlich die allerbeste beste Option die ich persönlich kenne. Regattatauglichkeit war für uns kein Thema. Tatsächlich hatten wir durch den schwarzen Mast und unserer erstklassigen Besegelung nie das Gefühl, wir wären zu langsam unterwegs gewesen.

Durch die Backdecker Version mit Hubdach bot sie mir persönlich mit 1,82m die notwendige Stehhöhe. Und da meine Frau sehr bedacht war mit Gepäck etc. war sie weder überladen noch hat etwas gefehlt. 3 Wochen auf diesem Boot zu verbringen und solch einen Törn zu unternehmen war für uns kein Problem gewesen. Aus diesen Gründen habe ich mich / haben wir uns schon ein bisschen schwer getan zu sagen, wir verändern uns.

Gute Zeit, Jürgen
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Re: Vorbereitung und unser Törn Rund Rügen 2020, 2021

Beitrag von landi » Mo 1. Feb 2021, 11:45

THM hat geschrieben:
So 20. Dez 2020, 19:46
Falls das mit dem Trailer (und einem passenden Zugfahrzeug) so schnell nichts wird, helfe ich auch gern bei der Überführung von Bremerhaven in die Ostsee auf dem Seeweg :Sail: .
So, nun mal ein kurzes update.
Das neue Set ist komplett. Übergabe und erste Aussfahrt wird Anfang - Mitte April stattfinden. Der genaue Termin hängt davon ab, ob die für das erste Aprilwochende geplante Ausfahrt mit Wohnwagen und der Neptun 22 (wenn ich sie dann noch habe) an den Chiemsee stattfindet.

@Thomas
Den Törn von/nach Elbe-Weser-Dreieck/Helgoland, Friesische Inseln können wir ja trotzdem mal als einen der nächsten Törns in die Überlegung einbringen. :Daumen: :Sail:
Gruss, Jürgen
Neptun 22, Bj. 10/77, Segelnummer 3501, Backdecker, Dinette
10 PS Nanni Diesel
Refit, Komplettsaniert
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