Neptun

Seemannsgarn oder neudeutsch "Smalltalk"
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Tiger
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Neptun

Beitrag von Tiger » Fr 6. Jan 2023, 12:48

Hallo zusammen

Ich beabsichtige eventuell eine Neptun 27 zu kaufen. Momentan stehen 3 boots grössen zur Auswahl eine Comet 800, Contest 25 und eine Neptun 27.

Leider hab ich gehört das die Neptun sehr träge ist bzw schlechte Segeleigenschaften hat. Da ich das Boot auch nach Kroatien Trailern möchte würde mich gern interessieren ob ich bei leichten Wind ohne Motor auch vorwärts komme . Da ich leider noch keine Erfahrung habe diese Frage.

Desweitern was mich interessiert ist das ich gehört habe das aufgrund des Speziellen Harzes die die Werft verwendet hat keine Osmose bei den Neptuns entstehen kann. Die Aussage stammt von einer werft. Könnt ihr das bestätigen.

Schönen Gruß
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Re: Neptun

Beitrag von Bierat » Fr 6. Jan 2023, 13:46

Neptuns haben sehr selten Osmose, ob das an dem Harz liegt, kann ich dir nicht sagen. Ich hätte eher vermutet, dass das an den Schichtdicken liegt, daran wurde definitiv nicht gespart 😉

Meine hat beidseitig am Heck etwas Osmose. Liegt aber daran, dass mein Wasserpass hinten nicht stimmt. Da lag durch den Vorbesitzer seit Jahren das Gelcoat im Wasser, kein Epoxy Primer oder Antifouling als Schutz. Werde ich dieses Jahr beheben (kann davon ja paar Bilder reinstellen).

Zum Rest kann ich nichts sagen, keines der 3 Boote bin ich jemals gesegelt. Mit ordentlichem (also neuwertigem) Tuch segeln die meisten Boote auch bei wenig Wind.
Zuletzt geändert von Bierat am Fr 6. Jan 2023, 14:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neptun

Beitrag von Bierat » Fr 6. Jan 2023, 14:05

Da ist irgendwann mal eine Heckverlängerung / Badeplattform dran gekommen (habe jetzt eigentlich eine 24er Neptun). Und dabei wurde gepfuscht 😤

Bild
Backbord achtern

Bild
Steuerbord achtern

Bild
Es handelt sich um diesen Bereich, beidseitig.

Ist nicht besonders tief. Schleife ich weg, paar Schichten EP Primer, bisschen Antifouling - und der Fisch ist geputzt.


Hier sieht man sofort warum es überhaupt zu Osmose kam ziemlich eindeutig.

Normalerweise haben die alten Neptuns keine Osmose.
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Re: Neptun

Beitrag von Tiger » Fr 6. Jan 2023, 14:18

Es geht um das Isophtalsäureharz das wure bei den neptun yachten verwendet und laut Aussage heute telefoniert von werft können neptun yachten keine Osmose bekommen. Deswegen bin ich verunsichert und kein plan was ich glauben soll. Ob es jetzt alle Modelle sind kein plan
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Re: Neptun

Beitrag von Bierat » Fr 6. Jan 2023, 14:29

Jedes GFK-Boot kann Osmose bekommen (denke frühestens im Alter von > 10 Jahren).
Neptuns sind bekanntermaßen aber ziemlich resistent was das angeht. Wenn du Angst vor Osmose hast, ist eine Neptun sicherlich eine gute Wahl.

Prinzipiell würde ich mich vom ganzen Gehabe über Osmose nicht verängstigen lassen.

Kaufst du ein Boot, stellst keine/kaum Osmose fest, wird es dir auch nicht schlagartig auseinander fallen.
Man nimmt das Boot ja meistens 1x im Jahr aus dem Wasser, dann sieht man was los ist. Man kann dann früh genug darauf reagieren. Und es ist meistens auch nicht gleich der komplette Rumpf.

Bei mir ist es ein Bereich von 10-15 x 40cm. Das ist nicht sonderlich viel Arbeit. Und ich weiß warum das Boot dort etwas Osmose hat.
Ansonsten ist der Rumpf top in Schuss, und das Boot ist immerhin über 50 Jahre alt 😉
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Re: Neptun

Beitrag von Tenovice » Di 10. Jan 2023, 10:57

Das mit dem Harz ist richtig, allerdings bedeutet dies nicht, dass eine Neptun keine Osmose bekommen kann. Es gibt Fälle von Osmose auch bei Neptuns, jedoch ist dies sehr selten.

Ansonsten stehen und fallen die Segeleigenschaften mit der Qualität der Segel. Neue Tücher ziehen deutlich besser als alte 25-jährige Waschlappen am Mast. Grundsätzlich ist die Neptun deutlich untertakelt. D.h. es braucht etwas mehr Wind um schnell unterwegs zu sein. Das hat den Vorteil, dass du bei stärkeren Wind mehr Sicherheitsreserven hast, bei Schwachwind aber langsamer unterwegs bist. Die von dir genannten Alternativen sind aber alle keine Rennziegen. Die Contest hat 22m² Fläche, die Comet 34m² und die Neptun 32m² - also alles dicht beisammen.

Meine Empfehlung: Schau dir alle an und entscheide dann nach dem angebotenen Platzverhältnissen. Stichworte hier: Kopffreiheit, Stehhöhe, Stauraum etc..



@bierat: Das sieht nicht nach Osmose aus, sondern nach schlecht aufgetragenem Harz bei der ersten Lage in der Negativform. Hatte das bei meiner Heckverlängerung auch. Wenn du bei der ersten Lage nicht alle Luftbläschen rausrollst, sieht das Resultat genau so aus. Von unten verspachteln und schick.
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Re: Neptun

Beitrag von Bierat » Di 10. Jan 2023, 14:13

Tenovice hat geschrieben: Di 10. Jan 2023, 10:57 @bierat: Das sieht nicht nach Osmose aus, sondern nach schlecht aufgetragenem Harz bei der ersten Lage in der Negativform. Hatte das bei meiner Heckverlängerung auch. Wenn du bei der ersten Lage nicht alle Luftbläschen rausrollst, sieht das Resultat genau so aus. Von unten verspachteln und schick.
Tja, ich habe mich auch schon gefragt, ob es wirklich Osmose ist. Prinzipiell kann Osmose ja ziemlich genau so aussehen.
Sind aber schon recht kleine Bläschen, und scheinbar nicht wirklich tief.
Ob sie bis aufs Laminat gehen, würde ich ja erst beim Schleifen sehen. Wenn ich ein Bläschen öffne, riecht da auch nichts sauer…

Wie meinst du das… einfach zuspachteln… ohne zu schleifen 🤔
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Re: Neptun

Beitrag von Bierat » Di 10. Jan 2023, 14:18

Oder meinst du die ganzen vielen kleinen Löcher mit dem Dremel anschleifen, und Topcoat drauf?

Brauche dann ja eine feste Oberfläche, wenn ich den Wasserpass nicht hochziehe. Gelcoat lässt sich schlecht schleifen / polieren. Bei Topcoat härtet die Overfläche besser aus.
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Re: Neptun

Beitrag von Tenovice » Di 10. Jan 2023, 14:27

Wie gesagt, bei mir sah das genauso aus, als ich die Negativform abgelöst hatte.

Ich habe die Lunker mitm Dremel kurz angeschliffen, Epoxy angedickt mit Thixotropiermittel, eingefärbt und zugespachtelt. Fertig....

Mit Osmose hat das da nichts zu tun.
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Re: Neptun

Beitrag von Scorpionhits » Di 10. Jan 2023, 19:58

Ich bin ja nur Kaufmann...

Aber ich wette auch das dies keine Osmose ist. Meine N27 hat auch sowas. Der Bootsbauer will mir immer eine Osmose Behandlung verkaufen, ich weiss es zwar nicht.... Aber ich denke da ist was anderes der Hintergrund Oo
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Re: Neptun

Beitrag von Bierat » Di 10. Jan 2023, 20:12

Also ihr zwei fangt an mich zu überzeugen 😉👍

Aber letztlich ist es auch egal.
Ich werde es ähnlich machen, wie Tenovice es vorgeschlagen hat. Ich werde allerdings weißes Watertite nehmen, wäre auch im Falle von Osmose eine gute Wahl zum sanieren.

Den Wasserpass werde ich achtern aber definitiv höher ziehen!

Haben die in Rheda-Wiedenbrück keine Laserwasserwaage (meine Bosch hat keine 100,-€ gekostet)?!
Kaum zu glauben, dass das Unterwasserschiff 2021 komplett bei der Neptun Werft gemacht wurde…

Wenn ich die Rechnung von 2.500,-€ nicht in meinen Unterlagen hätte - ich würde es nicht glauben.
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Re: Neptun

Beitrag von Bierat » Mi 11. Jan 2023, 17:39

Hier nochmal Bilder.

Bild
Heck: Noch nicht mal am allerhöchstem Punkt angesetzt.

Bild
Bug: Noch nicht mal am allerhöchstem Punkt angesetzt.

Bild
Das ist genau der Bereich mit den Löchern/Bläschen.
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Re: Neptun

Beitrag von Bingum12 » Mi 11. Jan 2023, 20:41

Unterwasserschiff

Moin Stefan,

Du hast folgenden Verdacht bzw. Glauben geäußert:

Kaum zu glauben, dass das Unterwasserschiff 2021 komplett bei der Neptun Werft gemacht wurde…

Wenn ich die Rechnung von 2.500,-€ nicht in meinen Unterlagen hätte - ich würde es nicht glauben.


Bei mir hat FSA in Mardorf das Unterwasserschiff prophylaktisch erneuert.

Alles abgeschliffen, drei Wochen Trockenkammer, 9 Anstriche Epoxy und zwei Anstriche Antifouling.

Die Arbeitsschritte sind mit Fotos dokumentiert.

Das Unterwasserschiff sieht nun aus, wie der Boden einer Teflonpfanne.

Auch kann man deutlich die Farbschichten bzw. die Farbdicke (Summe der Anstriche) erkennen, wenn man mit dem Finger vom Überwasserschiff zum Unterwasserschiff streicht (ca. fingernageldick).

Es müsste bei Dir eigentlich genauso aussehen.

Stefan
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Re: Neptun

Beitrag von Bierat » Do 12. Jan 2023, 08:53

Primer und Antifouling sind ok.

Nur das die Werft den Wasserpass so „wellaform“ gemacht oder übernommen hat. Finde 5cm+ für eine Firma schon bisschen heftig…

Vielleicht wollte es die Vorbesitzerin aber genau so wiederhaben 😉
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Re: Neptun

Beitrag von Tiger » Do 12. Jan 2023, 18:57

Moin zusammen,

Ich habe mir jetzt schon eine 27 Langkoje angeschaut. Morgen fahre ich knapp 8 stunden um mir eine 27 Dinette anzuschauen. Habt ihr Tipps für mich auf was ich achten sollte. Was man genauer unter die Lupe nehmen sollte.

Gibt es bei den 27 Neptuns irgendwelche großen unterschiede Außer der Salon. Vor und Nachteile. Beide Neptuns sind übrigens mit schachtmotor.
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Re: Neptun

Beitrag von Scorpionhits » Do 12. Jan 2023, 19:46

Nun es gibt auch diverse N27.

Die hat Neptun in Rheda und yachten in Köln gebaut. Im Salon gibt es da Unterschiede. N28/N29 sind eigentlich auch Neptun27 mit Badeplattform sprich verlängerten Rumpf.

http://www.sailing-a-neptun.de/sailing- ... ommen.html

Hier ist das ziemlich gut zusammen gefasst.

Der Kiel der frühen Version war unten angeschraubt. Die neuen Versionen haben einen GFK Kiel der aus dem Salon mit Gewicht gefüllt wird. Am Wochenende habe ich eine N25 gesehen die hatte so einen Kiel. Der Eigner war nicht glücklich damit, hier würde immer Schwitzwasser faulen. :sorry:

Meine ist eine "alte" Version. Die Schiffe sind alle ausnahmslos sehr stabil gebaut. Man muss halt auf das übliche achten wie bei jedem Schiff.
Püttingeisen noch fest und nicht verrostet.
Spiel im Lager für das Ruder
Mastfuss nicht defekt
weiches Deck
Osmose
allgemeiner Zustand.
Polster nicht schimmlig
Fenster dicht.
Zustand des Innenborders (gibt es aber auch mit Schacht für Aussenborder)
KIel nicht verrottet
für die Schraube das Lager in Ordnung.

sowas halt...
Zuletzt geändert von Scorpionhits am Do 23. Mär 2023, 20:23, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Neptun

Beitrag von THM » Do 12. Jan 2023, 19:49

Eine Übersicht über die Varianten findest Du hier:
http://www.sailing-a-neptun.de/sailing- ... B778E.html

Ansonsten schau Dir beim Festkiel den Übergang zwischen Kiel und Rumpf gut an. M.W. sind bei der 27er die Kielbolzen von innen nicht zugänglich, da die Innenschale keinen Zugang ermöglicht. Vielleicht gibt es ja nachträglich angebrachte Inspektionsöffnungen, da solltest Du dann mal die Bolzen ansehen. Das Ruder sollte leichtgängig sein und möglichst wenig Spiel haben. Die N27 Besitzer können Dir sicher noch mehr Punkte nennen.

Gruß
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Re: Neptun

Beitrag von Tiger » Do 12. Jan 2023, 20:04

Danke schonmal für die Tipps es handelt sich um die alte Generation Neptuns. Also 1976.. usw

Sagen wir mal so es ist die 1 Generation der Neptuns

Noch kurz nee Frage mit was für kosten müsste man bei einer Heckverlängerung rechnen so in etwa
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Re: Neptun

Beitrag von Scorpionhits » Do 12. Jan 2023, 20:20

Bei mir im Nachbardorf steht eine N29

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 6-211-1182

Wenn Du eine N27 verlängern willst, dann kannst Du auch direkt diese nehmen. Vom Geld ist da nicht wirklich ein Unterschied wenn Du mich fragst. Zumal diese Boote auch deutlich neuer und unverbrauchter sind...

Wenn Du die ansehen gehst, sag Bescheid! Ich komm mit. Wollte sowieso einfach mal aus Interesse hin.
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Re: Neptun

Beitrag von Tiger » Do 12. Jan 2023, 20:26

Scorpionhits hat geschrieben: Do 12. Jan 2023, 20:20 Bei mir im Nachbardorf steht eine N29

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 6-211-1182

Wenn Du eine N27 verlängern willst, dann kannst Du auch direkt diese nehmen. Vom Geld ist da nicht wirklich ein Unterschied wenn Du mich fragst. Zumal diese Boote auch deutlich neuer und unverbrauchter sind...

Wenn Du die ansehen gehst, sag Bescheid! Ich komm mit. Wollte sowieso einfach mal aus Interesse hin.

Sehr interessant hab schonmal nach einer N 29 gesucht doch keine gefunden die ist die Erste die ich sehe. Die gefällt mir auch sehr gut und ist auch in meiner nähe doch Leider ist das nicht in meiner Preisklasse trotzdem Danke für den Link.
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Re: Neptun

Beitrag von harry01 » Do 12. Jan 2023, 21:07

Moin Tiger

Entscheidung 27 er oder 29er.
Ich habe mich für die 27er entschieden weil die noch einfach zu Trailern ist.
Besondere Stellen.
1.Beim Mastfuß auf Risse oder Sprünge im Gelcoat prüfen.
Ist das Deck um den Mastfuß herum sehr weich ?
Kabeldurchführungen beim Mastfuß dicht.
Beim vorderen Schott ist links ein Vierkanholz wo meist die Tür zum Vorschiff dranhängt.
Dort oben und unten prüfen ob der Stringer deformiert ist,
Oben über dem Schott in dem Stringer ist ein Holzbalken verbaut. Der ist Rott wenn der Mastfuß nicht dicht war.
Fenster auf Dichtheit prüfen.
Siehst Du am unteren Holzrahmen innen ob Wasserlaufspuren zu erkennen sind.
Fenster sind aber einfach zu weckseln.
Verbindung Boot Kiel. Prüfen ob die Dichtmasse generell IO ist.
Kleinere stellen können Rep.werden.
Ist sie ringsum gerissen deutet das auf eine lockeren Kiel hin.
Dann lieber Fachmann fragen.
UW Schiff begutachten. Farbabplatzer eventuell Löcher Blasen .
Ich weis ja nicht ob das Schiff auf Land steht.
In die Schapps schauen ob dort bei der Rumpf-Decksverbindung undichte Stellen zu erkennen sind.
Da ist aussen die Relingslochleiste Verschraubt.
Die Schrauben können aber auch neu abgedichtet werden. Macht etwas mehr mühe.
Im Schacht nachsehen ob die Motorbrettbefestigung das GFK beschädigt hat.
Mast auf Beulen oder Dellen anschauen.
Polster auf Schimmelflecken ansehen. Wenn es noch die orginalen sind.
Auf der rückseite der Polster mal den Reißverschluss öffnen, dann siehst Du es schon.
Sind meist unten wegen fehlender Belüftung angeschimmelt wenn viel auf dem Boot geschlafen wurde.
Das wäre meine Prioritätenliste.
Die Erfahrung habe ich bei meiner gemacht.
Der Rest wurde schon gesagt.
Wenn Du noch Fragen hast, sende mir ne PN mit Deiner Tel. Nr.
Lg. Harald
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Re: Neptun

Beitrag von Tiger » Fr 13. Jan 2023, 13:00

Danke euch allen für die Tipps bin auch dir Harald für die Ausführliche Liste.

Bin jetzt vor Ort und besichtige das Boot
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Re: Neptun

Beitrag von Tiger » Fr 13. Jan 2023, 21:47

]Folgende Schäden hat das Boot, würde gerne eure Meinung hören wie Gravierend die Schäden sind wenn man dieses durch die Bilder beurteilen kann.


Die Verbindung zwischen Ballast und Kiel hat einen Riss. Leider kann ich wie oben schon geschrieben die Bolzen nicht einsehen da diese zu laminiert sind. Dennoch was meint ihr ist der Riss gravierend.

Bild

Das nächste Bild ist ein Schaden Vorne da hatte er wohl einen Rempler

Bild


Schönen Gruß

Tiger
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Re: Neptun

Beitrag von Tenovice » Fr 13. Jan 2023, 22:42

Auf den Bildern ist nicht ersichtlich, wie groß der Schaden am Vorsteven ist. Da fehlt ein Maßstab.


Der Vorsteven ist mit das stabilste, was an so einem Kahn dran ist. Wo muss der - und vor allem wie schnell - gegen gefahren sein, um so einen Schaden verursacht zu haben. Und dann weißt und siehst du nicht, ob sich der Schaden unter dem Gelcoat weiter verbreitet hat - das wäre dann ganz schnell ein ziemlich teurer Spaß.

Ebenso die Kielverletzung - Möglich ist ein altersbedingter Verschleiß - aber auch bei Feindkontakt könnte das so aussehen lassen. Der Riss kann im Übrigen auch von 45 Jahren Antifouling kommen. Jedes Jahr eine neue Schicht, dann blättert es irgendwann ab, wenn in die Kiel-Rumpf-Verbindung etwas Bewegung reinkommt.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass die beiden Schäden aus dem gleichen Vorfall stammen.


Wenn der Dampfer ein Superschnäppchen ist und du dir die Reparatur selber zutraust, kann man drüber nachdenken.

Anderenfalls ist die 27er jetzt keine Rarität.

Soll heißen, für den Preis - wo auch immer er liegen mag - wirst du sicherlich auch eine Andere bekommen, ohne Schäden an der Substanz.

Btw. schau dir auch die 26er an. Im Innenraum ist die mit der 27er identisch, hat da sogar mehr Kopffreiheit und verliert im Vergleich nur einen Fuß im Cockpit.
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Re: Neptun

Beitrag von Scorpionhits » Sa 14. Jan 2023, 00:05

Was soll die 27er den Kosten? Unter 500€? Lass lieber die Finger davon.

Der Kiel geht ja noch. Aber der Steven ist komplett durch. Welche Werft bietet den sowas an? Im Bezug auf Haftung als Fachbetrieb was so eine Werft ja ist…. Tipp ich auf schwierig.
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